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Die FODMAP Diät

Was sind FODMAPs und was ist eine FODMAP Diät?

Der Begriff FODMAP steht für “fermentierbare Oligo-, Di- und Monosaccharide sowie Polyole”. Damit bezeichnet man bestimmte kurzkettige Kohlenhydrate und Zuckeralkohole, die im Dünndarm nicht vollständig absorbiert werden und im Dickdarm von Bakterien vergoren (fermentiert) werden können. Zu den FODMAPs zählen unter anderem:

  • Oligosaccharide, zum Beispiel Fruktane und Galaktane (kommen in Lebensmitteln wie Weizen, Zwiebeln, Knoblauch, Hülsenfrüchten vor)
  • Disaccharide, vor allem Laktose (Milchzucker in Milchprodukten)
  • Monosaccharide, vor allem Fructose (Fruchtzucker in Obst, manchen Gemüsen und Honig)
  • Polyole oder Zuckeralkohole, wie Sorbit, Xylit, Mannit und Maltit (enthalten in einigen Obstsorten und als Zuckeraustauschstoffe in „zuckerfreien“ Süßigkeiten).

Bei der FODMAP Diät (englisch: Low FODMAP Diet) handelt es sich um eine spezielle Diät, bei der auf den Verzehr von FODMAPs weitestgehend verzichtet wird. Die Diät wurde vor allem zur Behandlung des Reizdarmsyndroms (IBS) entwickelt. Viele Menschen – insbesondere Frauen – leiden unter Verdauungsbeschwerden wie Blähbauch und Bauchschmerzen; so tritt z.B. das Reizdarmsyndrom bei Frauen deutlich häufiger auf als bei Männern (Schätzungen: etwa 10-20% der Bevölkerung, überwiegend Frauen, aok.de).

Es stellt sich oft die Frage, ob eine FODMAP-arme Diät bei Verdauungsbeschwerden Linderung bringen kann. Im Folgenden erfahren Sie, wie die FODMAP Diät funktioniert – einschließlich praktischer Tipps zur Ernährung und möglicher Unterstützung durch unser Enzympräparat Oligase.

Warum können FODMAPs problematisch sein?

Bei empfindlichen Personen führen FODMAPs im Dickdarm durch Fermentation zu Gasbildung und ziehen Wasser in den Darm. Dies kann Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall auslösen, ähnlich den Symptomen, die auch bei einer Laktose- oder Fructose-Intoleranz auftreten. In einem bereits gereizten Darm (z.B. bei Reizdarm) können FODMAP-haltige Lebensmittel die Beschwerden verstärken.

Wie funktioniert die Low-FODMAP Diät?

Die Low-FODMAP-Diät wurde ursprünglich an der Monash University (Australien) entwickelt, um Patienten mit Reizdarmsyndrom zu helfen. Studien zeigen, dass eine FODMAP-arme Ernährung bei vielen Reizdarmpatienten zu deutlicher Linderung der Beschwerden führen kann. In der Praxis wird die Diät in drei Phasen durchgeführt (Monash University):

  1. Karenzphase: Zunächst werden für etwa 4-6 Wochen alle FODMAP-reichen Lebensmittel strikt gemieden. Diese Phase soll den Darm entlasten und akute Symptome zum Abklingen bringen.
  2. Testphase: Anschließend werden schrittweise einzelne Lebensmittel(gruppen) wieder eingeführt, um auszutesten, welche und welche Menge davon individuell vertragen wird. Man testet z.B. pro Woche ein FODMAP-haltiges Lebensmittel in steigender Menge und beobachtet, ob Beschwerden auftreten. So lassen sich persönliche Trigger-Lebensmittel identifizieren.
  3. Dauerhafte Ernährungsanpassung: In der dritten Phase wird aus den Erkenntnissen eine langfristige Ernährung zusammengestellt. Ziel ist eine möglichst breite und ausgewogene Kost, die nur die persönlich unverträglichen FODMAPs reduziert, um unnötige Einschränkungen zu vermeiden (und dennoch Beschwerdefreiheit zu erreichen).

Wichtig: Eine Low-FODMAP-Diät sollte idealerweise in Absprache mit einem Arzt/Ernährungsberater erfolgen, um Nährstoffmängel zu vermeiden und sicherzustellen, dass andere Ursachen für die Beschwerden (z.B. Zöliakie, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen) zuvor ausgeschlossen wurden.

FODMAP Diät – sinnvoll oder nicht?

Fachleute betonen, dass die FODMAP-arme Diät primär für Reizdarmpatienten konzipiert wurde – nicht für Personen, die Verdauungsbeschwerden durch langkettige Kohlenhydrate bekommen. Eine strikte FODMAP-Diät kann hier über das Ziel hinausschießen. Warum ist das so?

  • Unnötige Einschränkungen: Wer FODMAP-arm isst, verzichtet nicht nur auf Fructose, sondern z.B. auch auf Laktose, Fruktane und bestimmte Ballaststoffe. Das bedeutet, man müsste viele eigentlich gut verträgliche Lebensmittel ohne Not weglassen. Zum Beispiel wären selbst Milchprodukte tabu, obwohl diese problemlos vertragen werden könnten (sofern keine zusätzliche Laktoseintoleranz vorliegt). Diese überflüssigen Verbote schränken die Lebensmittelauswahl stark ein und erschweren eine ausgewogene Ernährung. Eine Low-FODMAP-Diät könnte daher zahlreiche Lebensmittel unnötig vom Speiseplan streichen.

Dennoch kann es Einzelfälle geben, in denen eine FODMAP-Reduktion auf Zeit sinnvoll ist – etwa wenn neben der beschriebenen Unverträglichkeiten auch eine Fructose-Malabsorption besteht. Hier kann ein befristeter Low-FODMAP-Test unter fachkundiger Anleitung helfen, andere Auslöser aufzudecken. Langfristig sollte aber versucht werden, die Ernährung wieder zu erweitern, soweit es die individuelle Toleranz erlaubt. Auch die Darmflora profitiert davon, wenn nicht alle fermentierbaren Kohlenhydrate rigoros verbannt werden.

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Unterstützung durch Oligase

Die Pro Natura Gesellschaft für gesunde Ernährung mbH hat das Enzympräparat Oligase entwickelt, um Menschen mit Verdauungsbeschwerden zu unterstützen. Oligase ist ein in allen Apotheken erhältliches Präparat, das das Enzym Alpha-Galactosidase enthält. Dieses Enzym kann im Dünndarm mithilfe der weiteren in Oligase enthaltenen Enzyme Oligosaccharide aufspalten. Durch die Aufspaltung der Oligosaccharide gelangen weniger Zucker in den Dickdarm, was dazu beitragen kann, die typischen Verdauungsbeschwerden zu lindern oder ganz zu verhindern. Auf diese Weise können viele Speisen, die man sonst nicht gut vertragen würde, bekömmlicher werden. Seit nunmehr fast 20 Jahren ist Oligase (ehemals Vegitase) ein Produkt, auf das sich Tausende Betroffene verlassen.

Fazit

Die Low-FODMAP-Diät wurde primär für Reizdarmpatienten entwickelt und ist kein Allheilmittel für jede Lebensmittelunverträglichkeit. Eine unnötig strenge FODMAP-Diät würde die Ernährung nur komplizierter machen und viele erlaubte Lebensmittel verbannen, ohne einen zusätzlichen Nutzen zu bringen. Beobachten Sie Ihre persönliche Toleranz und lassen Sie sich im Zweifel von Ernährungsberatern unterstützen.

Die gute Nachricht ist: Oft verträgt man kleine Portionen oder bestimmte Lebensmittel durchaus. Zudem stehen mit Produkten wie Oligase, Fructaid® oder Lactrase® heute Präparate zur Verfügung, die Ihnen mehr Freiheiten in der Lebensmittelauswahl ermöglichen.

Insgesamt gilt: Finden Sie einen individuellen Weg, der Ihnen guttut. Eine ausgewogene, vielfältige Ernährung – angepasst an Ihre Verträglichkeit – und ein bewusster Genuss stehen dabei im Vordergrund. So bleibt Essen trotz einer Lebensmittelunverträglichkeit ein Stück Lebensfreude!